Das Christkind ist ebenso eine Symbolfigur wie der Weihnachtsmann oder der Nikolaus, welche das weihnachtliche Schenken verkörpern.
Das Christkind wurde von dem Reformator der Kirche Martin Luther erschaffen. Er wollte damit erreichen, dass der Nikolaus abgeschaffen wird, so brachte dann das Christkind die Gaben und erst später wurde er teilweise vom Weihnachtsmann abgelöst. Und so wurde aus dem Christkind was einst protestantisch war ein katholisches Christkind.
Das Christkind ist heute noch in den katholischen Gegenden wie dem Süden Deutschlands sowie in Österreich, der Schweiz und in Südtirol weit verbreitet.
In Deutschland ist das Nürnberger Christkind das bekannteste. Das Nürnberger Christkind wird alle zwei Jahre neu gewählt, nachdem es vor 1969 noch von Schauspielern gespielt wurde. Das Christkind muss ein Mindestalter von 16. Jahren haben und besucht während der Adventszeit zahlreiche Veranstaltungen im In- und Ausland.
Im Gegensatz zum Weihnachtsmann bringt das Christkind die Weihnachtsgeschenke heimlich ins Haus, ohne das dies gesehen wird.
Dargestellt wird das Christkind als ein Kind mit blonden Engelslöckchen, blauen Augen und Flügeln. Bei dem Christkind handelt es sich um ein Mädchen zwischen der Pubertät und der Kindheit. Besonders in den letzten Jahren findet das Christkind zum größten Teil seinen Einsatz zu Werbezwecken.
In der Vorweihnachtszeit werden die Wunschzettel vieler Kinder an das Christkind geschickt, hierfür wurde ein extra Postamt eingerichtet, von wo aus die Post auch beantwortet wird.
Früher prüfte das Christkind in der Adventszeit auf eine eher spielerische Art und Weise die Religionskenntnisse von den Kindern, aber heute ist das relativ selten der Fall. Da das Christkind eine eher widersprüchliche Figur darstellt, vermag es sich immer weniger durchzusetzen und wird vom medienwirksamen Weihnachtsmann abgelöst.
Das Christkind ist ein Symbol für den Frieden und der Hoffnung und soll die Geschichte von Jesu Christi verkörpern, jedoch handelt es sich hierbei aber nicht um Jesu Christi.